Unternehmen

28 Februar 2017IDM

Ein Großer wächst weiter: Neues Werk und neue Mitarbeiter für Seilbahnbauer Leitner

Leitner, das weltweit führende Unternehmen im Seilbahnbau, wächst weiter und mit ihm wachsen Mitarbeiterzahl und Werk – am Standort Südtirol.

Nicht weniger als 100 neue Arbeitsplätze schafft Weltmarktführer Leitner Ropeways in den nächsten Jahren an seinem Heimatstandort Sterzing, der um weitere 50.000 Kubikmeter erweitert wird. Statt der bisher 950 werden 1050 Mitarbeiter in Sterzing Aufstiegsanlagen planen und fertigen. Eine wichtige Investition, nicht nur für Leitner, sondern auch für Land und Bezirk: „Damit wird das Wipptal als Wirtschaftsstandort gestärkt“, freute sich etwa Landeshauptmann Arno Kompatscher Anfang Februar bei der Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen Land und Leitner, die dem „Südtiroler Vorzeigebetrieb“ (Kompatscher) die Erweiterung möglich macht.

Die Verwurzelung seines Unternehmens in Südtirol ist auch Leitner-Geschäftsführer Anton Seeber ein wichtiges Anliegen. Er betont, dass man weiter in Südtirol investieren werde, denn: „Wir sind ein international operierendes Unternehmen, aber unser Heimatstandort ist Südtirol“, so Seeber. „Wir wollen zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung im Land beitragen und ohne diese weiteren Investitionen wäre unser Südtiroler Standort nicht mehr weltweit wettbewerbsfähig.“

Leitner: Südtiroler Know-how erobert die Welt

Die Investitionen in den Heimatstandort sind indes nicht die einzigen, die Leitner in Südtirol tätigt. Vielmehr glaubt das Unternehmen auch an heimische Start-ups wie etwa Vertical Life, in das Leitner 200.000 Euro investiert hat. Vertical Life ist ein junges Unternehmen, das eine App für Kletterer entwickelt hat, die Toureninformationen bereithält und alles Wissenswerte zu Kletterrouten vermittelt. Die App wird bereits von 35.000 Bergbegeisterten in aller Welt genutzt, was Vertical Life zum Marktführer macht. Dass der Seilbahnriese auf den Kletterapp-Zwerg gestoßen ist, war dabei reiner Zufall. Anton Seeber und Vertical-Life-Gründer Matthias Polig hatten sich bei der Aufzeichnung der RAI-Sendung „Master Up“ kennengelernt, Seeber hatte vom Projekt erfahren und sich sofort interessiert gezeigt. Schon wenige Wochen später, im Spätherbst 2016 war Leitner in das Brixner Start-up-Unternehmen eingestiegen.

Das Hauptgeschäft, der Seilbahnbau, floriert indes weiter, Leitner hat allein 2015 einen Umsatz von 726 Millionen Euro erwirtschaftet. Seit Jahren schon ist Leitner weltweit aktiv, Südtirols Mobilitäts-Know-how hat dank des Sterzinger Unternehmens auch die hintersten Winkel der Welt erobert. Und nicht nur die, sondern auch die Hauptstädte. Wer etwa die in diesem Jahr stattfindende internationale Gartenschau in Berlin besucht, kann mit einer Leitner-Bahn über das Blumenmeer fliegen. Und wer in Mexico City Station macht, kann dort Mexicable, die erste städtische Seilbahn des Landes, nutzen. Sie ist im Oktober vergangenen Jahres von Mexikos Staatspräsidenten Enrique Peña Nieto eröffnet worden.

Gleich vier Seilbahnprojekte hat Leitner in den letzten Monaten in Norwegen und Schweden verwirklicht, während in Miami eine Leitner-Minimetro die beiden größten Terminals des internationalen Flughafens miteinander verbindet. Nicht weniger als 12.000 Passagiere kann dieses innovative Transportmittel stündlich befördern. Die ganze Bandbreite des Leitnerschen Know-hows zeigt schließlich ein Projekt in Brighton im Süden Englands. Dort hat das Sterzinger Unternehmen den höchsten Aussichtsturm der Welt geschaffen, den British Airways i360. Seit 4. August 2016 werden hier Interessierte auf eine Plattform in 138 Metern Höhe geschafft, von wo aus sie eine atemberaubende Aussicht auf Brighton und die gesamte Südküste Englands genießen können. Dank des Know-hows eines Riesen mit Südtiroler Herz.