Förderungen

23 Februar 2017IDM

Forschung, Technologie, Innovation und ein gemeinsamer Nenner: die Umwelt

Wer glaubt, Berge und High-Tech seien ein Gegensatzpaar, irrt. Das beweisen nicht zuletzt 13 grüne Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die nun in Südtirol gefördert werden.

Alpine Technologien, IKT, erneuerbare Energie, Umwelttechnologie, Kreativindustrie, Lebensmittelverarbeitung: Kaum einen Bereich lässt man aus, um einer nachhaltigen Entwicklung Südtirols den Weg zu bereiten. Dieser Tage hat die Autonome Region Bozen erneut 4,5 Millionen Euro an Fördergeldern für 13 Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte bereitgestellt. Sie stammen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), aus dem bis 2020 insgesamt nicht weniger als 135 Millionen Euro in den Wirtschaftsstandort Südtirol fließen werden, 32 davon in Forschung und Entwicklung.

Die nun im Rahmen des zweiten Calls zur Förderung zugelassenen Forschungsprojekte stammen von den verschiedensten Playern, angefangen bei gleich vier Projekten von IDM Südtirol, zu denen sich solche der Eurac und des Fraunhofer Instituts gesellen. Aber auch Projekte von Arbeitgeber-Organisationen wie dem Handwerkerverband sind unter den Auserkorenen. So bildet sich eine breite Front, entlang derer die Innovation in Südtirol vorangetrieben wird, wobei das Ziel ein gemeinsames ist: den Wirtschaftsstandort Südtirol im Einklang mit Natur und Nachhaltigkeitszielen zu entwickeln.

Big Data, Augmented Reality, alpine Technologien und Wolle: Wenn Innovation auf Tradition trifft…

Die EFRE-Achse „Forschung und Innovation“ sieht in Südtirol vier Förderschwerpunkte vor: Lebensmittelverarbeitung, alpine Technologien, Umwelt und ICT. Die von IDM Südtirol eingereichten Projekte decken alle vier Bereiche ab. So geht es im Projekt Fh_TechNet darum, gemeinsam neue Nischen für Unternehmen zu erschließen und alpinen Produkten – etwa Fleisch oder Wolle aus dem Berggebiet – den Weg zu ebnen. Dafür werden im Rahmen des Projekts die notwendige Technologie und Beratungsdienste bereitgestellt, dazu kommt ein gemeinsames Internetportal, das vor allem Dienstleistern aus dem Gesundheitsbereich zugutekommen soll. Letztendlich ist das Ziel von Fh_TechNet, kleine und mittlere Unternehmen im Berggebiet in Sachen Innovation zu unterstützen, ihnen ein effizientes Wirtschaften zu ermöglichen und neue Jobs für Hochqualifizierte auch im ländlichen Raum zu schaffen.

Den IKT-Bereich beackert IDM Südtirol mit dem Projekt Davinci, mit dem Bereiche wie Big Data, Digital Fabrication, Industrie 4.0 und Open-Source-Technologie auch kleinen, innovativen Unternehmen zugänglich gemacht werden sollen, die dies aus eigener Kraft nicht schaffen können. Dies vor allem über gemeinsame Instrumente, über die Bereitstellung von Tutoren und Beratern, über organisierte Netzwerkarbeit und neue Plattformen. Ziel des Projektes Davinci ist, die Digitalisierung voranzutreiben und den Austausch von Know-how zu erleichtern.

Grundlagenarbeit für grüne Technologien leistet dagegen das IDM-Projekt Greenkis, das nicht nur den Status quo in Südtirol erheben, sondern auch globale Tendenzen nachhaltigen Wirtschaftens und Chancen im Rahmen der EU-Politik aufzeigen wird. Auf diesem Fundament aufbauend, werden Workshops entwickelt, eine Beobachtungsstelle eingerichtet und eine Crowdsourcing-Plattform geschaffen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den Möglichkeiten, die der Einsatz von Augmented Reality bietet. Unternehmen, die sich der im Rahmen von Greenkis entwickelten Instrumente bedienen, sollen verstärkt und mit geringerem Risiko innovative Projekte lancieren können.

Den Schulterschluss schlechthin zwischen Bergen und Technologie schafft man schließlich mit dem Projekt InnoAlpTec, das der Innovation im Bereich alpiner Technologien einen weiteren Schub verleihen soll. Auch hier setzt man vor allem auf Austausch und Zusammenarbeit, um die Innovationskraft auch klein strukturierter Unternehmen stärken zu können: durch ein Netzwerk aus Firmen, Kunden, Stakeholdern und Forschungseinrichtungen, das den Know-how-Transfer erleichtern soll.