Innovationen

2 Januar 2017IDM

Disrupting the Skipass: Im Vertical Innovation Camp wurden Ideen für das Ski-Vergnügen von morgen entwickelt

Moderne Zugangskontrollen zu den Aufstiegsanlagen, den Skipass online kaufen, kein Anstehen am Ticket Point, genaue Daten über die eigene Skiperformance, das alles über das eigene Smartphone. Darüber hinaus kann man Dienstleistungen wie Versicherung fürs Skifahren oder medizinische Daten des Skifahrers im Falle eines Unfalls auf einem Armband speichern. Das sind einige der Ideen die beim dreitägigen Vertical Innovation Camp in Gröden ausgearbeitet wurden.

Disrupting the Skipass – und das mit Unterstützung eines der größten Player auf dem Markt, nämlich Dolomiti Superski, und der renommierten Wiener Unternehmensberatung WhatAVenture: Das Ziel des Vertical Innovation Camps von IDM Südtirol in Gröden war hoch gesteckt. Drei Tage lang waren an die 30 Vertreter von renommierten Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen aus Südtirol und ganz Europa eingeladen, an neuen Ideen rund um das sportliche Vergnügen auf zwei Brettern zu basteln. Gefragt war Innovation pur, von neuen Services rund um den Skisport über moderne Zugangskontrollen und Apps bis zu neuartigen Zugangssystemen. Belohnung für das intensive Brainstorming war ein Innovationspreis für die beste Idee. Vergeben wurde sie für das Projekt „Super Dolomiti“, das vorsieht, den Skipass künftig aufs Handy zu laden.

Aus über 90 Kandidaten wurden schlussendlich 30 Teilnehmer ausgewählt, sie kamen aus Italien, Deutschland, Österreich, Polen, Ungarn und der Slowakei; darunter waren große Unternehmen wie die renommierten Marktplayer Doppelmayr und Infineon, aber auch innovative Start-ups wie Bruno Mandolesi – VR & Art Direction aus Südtirol, Slopestars aus Österreich oder Snowcookie aus Polen. Um gemeinsam die besten Lösungen zu finden, wurde in 5 Teams zusammengearbeitet, die von 9 Mentoren betreut und unterstützt wurden. Einige Teams sind direkt zu den Seilbahnen gefahren um die Kunden über ihre Produktideen zu befragen und die Effizienz des Produkts zu testen. Dass das Camp in Wolkenstein über die Bühne ging, war dabei kein Zufall: Das Ambiente mitten im Herzen des Skitourismus sollte die Teilnehmer inspirieren, und die Nähe zu den Skipisten sollte zudem die Möglichkeit bieten, die Kunden direkt zu befragen. Als krönenden Abschluss gab es dann am dritten Tag eine geführte Tour hinter die Kulissen des Weltcup Super-G mit Stefania Demetz, der Direktorin des Organisationskomitees.

Das Team „Super Dolomiti“ gewinnt den Vertical Innovation Preis

Unter den Ideen, die von den Teilnehmern lanciert wurden, waren die Projekte „Uniski“ und „360 customer experience“, die am zweiten und dritten Platz landeten. Das erste Projekt sieht vor, dass nicht nur der Skipass in ein Armband eingespeichert wird, sondern auch die medizinischen Daten des Skifahrers; bei einem Unfall können die Retter somit alle wichtigen Informationen sofort abrufen. Das zweite Projekt soll es ermöglichen, alle wichtigen Daten über den Kunden zusammenzuführen, wie etwa Informationen über seine Kaufgewohnheiten, um ihm dann gezielt Services anbieten zu können – z.B. Rabatte auf seine Lieblingsprodukte.

Zum Siegerprojekt gekürt wurde schließlich „Super Dolomiti“ rund um die Idee, den Skipass künftig aufs Handy zu laden und aufgrund der User-Experience des Kunden die Services von Dolomiti Superski noch weiter verbessern oder neue Services anbieten zu können. Mit im Siegerteam waren Georg Baumgartner von Slopestars, Riccardo De Filippi von Motorialab/Fondazione Bruno Kessler, Ulrich Andreas von TAO Digital, Simon Falkensteiner von Rateboard, Markus Kommenda von AIT - Austrian Institute of Technology und Steven Study vom Team-Mesh Biz. Der Innovationspreis wurde von einer Jury vergeben, in der Mitarbeiter von Dolomiti Superski, IDM Südtirol und des Spezialisten für Ticketing und Zugangsmanagement Axcess saßen. Der Preis besteht in einem Projektauftrag von Dolomiti Superski, die Siegeridee bis zur Realisierungsreife weiterentwickeln zu dürfen.